Wie lässt sich die Geschichte der donauschwäbischen Bevölkerung aus unterschiedlichen Perspektiven erzählen? Dieser Frage widmet sich eine neue Doppelfolge des Podcasts Geschichte nach der Schule, der von den Dieter Grupp und Dennis Fuhrich gestaltet wird.
Dieter Grupp hatte die Idee, die Perspektive der landsmannschaftlichen Erinnerungsarbeit mit einer wissenschaftlichen Sichtweise zusammenzubringen. Hierfür lud er Jürgen Harich als Vertreter der Landsmannschaft und unsere Kollegin PD Dr. Daniela Simon als Historikerin zu einem gemeinsamen Gespräch ein. Ziel war es, unterschiedliche Zugänge zur Geschichte der Donauschwäbinnen und Donauschwaben aufzuzeigen und miteinander ins Gespräch zu bringen.
Die erste Folge mit dem Titel „Donauschwaben (1): Die Zeit in Südosteuropa – von der Ansiedlung bis zur Vertreibung“ beschäftigt sich mit der Geschichte der donauschwäbischen Bevölkerung von ihrer Ansiedlung in Südosteuropa bis zu Flucht und Vertreibung im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg. Dabei geht es unter anderem um das Zusammenleben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen sowie um die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die das Leben der Menschen in der Region prägten.
Die zweite Folge erscheint am 11. November 2026 und widmet sich der Zeit nach 1945. Im Mittelpunkt stehen die Lebenswege der Donauschwäbinnen und Donauschwaben in der Bundesrepublik Deutschland, ihre Integration in die westdeutsche Gesellschaft sowie die Herausforderungen und Erfahrungen, die mit dem Aufbau eines neuen Lebens verbunden waren.
Beide Folgen bieten die Gelegenheit, über das Verhältnis von wissenschaftlicher Geschichtsschreibung und gesellschaftlicher Erinnerung nachzudenken.
