Daniela Simon (Tübingen), Máté Tamáska (Vác), Andrea Kiss (Wien), Orsolya Heinrich-Tamáska (GWZO) mit Moderation von Frank Hadler (GWZO)

Round Table »Donau« im Rahmen der Jahreskonferenz des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa

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  • Leipzig, GWZO, Specks Hof (Eingang A), Reichsstraße 4-6

Jahreskonferenz/Annual Conference des Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa

Fließende Grenzen. Wassernutzung in Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas

Fluid boundaries. Water bodies and their use in the history and culture of Eastern Central Europe

26.-27. Oktober 2026

Gewässer formen Landschaften, prägen Siedlungsmuster und erleichtern Handel. Mit Blick auf das wissenschaftliche Schaffen von Matthias Hardt diskutiert die Tagung ihre Bedeutung für Ostmitteleuropa von der Vormoderne bis in die Gegenwart unter den Aspekten Erschließung, Abgrenzung und Austausch. Durch Wasserbaumaßnahmen wurden Naturräume erschlossen, Urbarmachung und Melioration ermöglichten landwirtschaftliche Nutzung sowie die Gründung neuer Siedlungen. Zugleich verbanden Wasserwege Städte, Märkte und Gesellschaften und förderten die Verbreitung von Wissen. Flüsse wie Weichsel, Oder und Donau entwickelten sich zu wichtigen Achsen transregionaler Interaktion. Gewässer markierten jedoch ebenso Trennlinien und Grenzen. Ihre Funktion als Lebensader, verbindendes Band und Grenzraum macht sie zu einem lohnenden Gegenstand historisch-kulturwissenschaftlicher Forschungen zu Ostmitteleuropa.

Tagungsprogramm (pdf)