Jahrestagung des Instituts für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde

Erinnerung – Tradierung – Mobilität. Transformationen der deutschen Minderheiten in Mittel- und Südosteuropa

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  • Tübingen, Schloss Hohentübingen, Ernst von Sieglin Hörsaal

Acht Jahrzehnte nach den historischen Zäsuren von 1944/45 stehen die deutschen Minderheiten in Mittel- und Südosteuropa vor einem tiefgreifenden Epochenwechsel: Mit dem Ende der direkten Zeitzeugenschaft vollzieht sich der Übergang vom kommunikativen zum kulturellen Gedächtnis. Die diesjährige Jahrestagung widmet sich dieser Transformation und untersucht in drei thematischen Sektionen das Spannungsfeld zwischen Identität, Migration und Erinnerung. Die Beiträge analysieren, wie mediale Diskurse und statistische Erhebungen gegenwärtige Minderheitenidentitäten formen, welche Rolle transnationale Mobilität sowie das materielle und immaterielle Erbe in den Siedlungsgebieten spielen, und wie traumatische Erfahrungen der Nachkriegszeit im Spannungsfeld von Politik, Tabus und Literatur reflektiert werden. Ziel ist eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme über das dynamische Fortwirken oder die museale Transformation dieser Minderheiten im Europa des 21. Jahrhunderts.