Am IdGL entstand im Sommersemester 2025 ein interdisziplinäres Lehr und Forschungsprojekt, dessen Ergebnis nun online zugänglich ist.
Wie lässt sich Diversität in einer europäischen Großstadt beschreiben und erforschen. Dieser Frage widmete sich ein interdisziplinäres Exkursionsseminar, in dessen Zentrum die rumänische Hauptstadt Bukarest stand. Studierende näherten sich der Stadt nicht nur theoretisch, sondern auch empirisch und filmisch und entwickelten aus dieser Auseinandersetzung heraus den Dokumentarfilm „Bukarest A City of Contrasts“.
Während der Exkursion beschäftigten sich zwanzig Studierende der Empirischen Kulturwissenschaft, der Geschichtswissenschaft und der Literaturwissenschaft mit unterschiedlichen Facetten städtischer Vielfalt. Im Mittelpunkt standen die Themen Architektur, Erinnerung, Märkte, religiöse Vielfalt sowie die Geschichte und Gegenwart deutscher Gruppen in der Stadt. Die vor Ort gesammelten Beobachtungen, Gespräche und filmischen Eindrücke bildeten die Grundlage für den Dokumentarfilm, der Bukarest als Stadt der Kontraste und zugleich als vielschichtigen sozialen Raum erfahrbar macht. Vor Ort erfolgte die wissenschaftliche und organisatorische Zusammenarbeit unter anderem mit der Universität Bukarest.
Der Film wurde bereits am 14. Januar 2026 im Rahmen einer Premiere an der Universität Tübingen gezeigt und dort mit großem Interesse und viel Anerkennung aufgenommen. Das IdGL und die Studierenden stellen den Film nun online zur Verfügung und laden dazu ein, sich mit den im Projekt behandelten Fragen weiter auseinanderzusetzen.
Ermöglicht wurde die Exkursion durch die Unterstützung mehrerer Förderer und Partner. Neben dem Förderverein Geschichte an der Universität Tübingen förderten der Universitätsbund Tübingen, die Fachschaft Geschichte an der Universität Tübingen, das IdGL, das Ludwig Uhland Institut für Empirische Kulturwissenschaft sowie das Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde das Projekt. Unterstützt wurde die Exkursion außerdem durch die Kulturreferentin für Siebenbürgen, Bessarabien, Bukowina, Dobrudscha, Maramuresch, Moldau und Walachei Heinke Fabritius, deren Engagement die Auseinandersetzung mit regionalen historischen und kulturellen Verflechtungen besonders bereichert hat.